Welche Bestattungsart die passende ist, hängt, sofern kein Bestattungsvorsorgevertrag mit ausdrücklichem Wunsch vorliegt, von folgenden Fragen ab:

  • Soll der Verstorbene eingeäschert werden?

  • Soll die Grabstätte für Hinterbliebene zugänglich sein oder anonym bleiben?

  • Für welchen Zeitraum soll die Grabstätte erhalten bleiben?

  • Ist eine Grabpflege möglich oder erwünscht?

  • Liegt eine besondere Verbundenheit zum Beispiel zur See oder zur Natur vor?

  • Welche Rolle spielen die Kosten?

Für den Fall, dass bereits eine Grabstelle besteht, ist oftmals die Möglichkeit gegeben, eine oder mehrere Urnen in dieses Grab einzusetzen. Dafür wird allerdings in jedem Fall ein Nachkauf der sogenannten Liegezeit erforderlich sein.

Die Erdbestattung – die klassische Bestattungsart

Bei der Erdbestattung erfolgt die Beisetzung in einem Sarg aus Holz. Bestattungen werden je nach Friedhof und Friedhofssatzung als Wahl- oder Reihengräber angeboten. Die Ruhezeit bei Einzel- oder Doppelgräbern beträgt mindestens 15, in unserer Region oft 20 bis 35 Jahre. Die Grabstelle wird in der Regel dort erworben, wo die verstorbene Person ihren letzten festen Wohnsitz hatte, das ist aber nicht zwingend!

Wenn die Erdbestattung gewählt wurde, muss die Grabart festgelegt werden. Sie haben die Möglichkeit, zwischen den folgenden Grabarten auszuwählen.

Zu beachten ist, dass jede Gemeinde für ihre Friedhöfe eine eigene Friedhofssatzung und Gebührenordnung hat und damit nicht überall alle Möglichkeiten gegeben sind.

Grabarten zur Erdbestattung

Das Wahlgrab – ein individuelles Grab

Das traditionelle Grab für Särge und Urnen kann von den Hinterbliebenen individuell gestaltet werden. Das betrifft sowohl die Gestaltung mit Gedenksteinen und Kreuzen als auch die gärtnerische Pflege. In unterschiedlich großen Gräbern kann daneben auch Platz für mehrere Verstorbene eingeplant werden. Das individuelle Grab wird damit unter Umständen zu einem Ruheplatz für ganze Familien, das über Generationen weitergeführt werden kann. Der Zeitraum, für den ein Nutzungsrecht für ein solches Grab erworben wird, liegt etwa zwischen 25 und 30 Jahren und kann immer wieder verlängert werden.

Das Reihengrab

In einem Reihengrab kann immer nur ein Verstorbener beigesetzt werden. Wie der Name schon aussagt, geht es der Reihe nach und es kann keine Grabstelle ausgesucht werden. Das Reihengrab ist gegenüber einem Wahlgrab in der Regel preisgünstiger. Nach Ablauf der Ruhefrist verfällt die Grabstelle und steht dem Friedhof zur Neubelegung zur Verfügung. Eine Verlängerung des Nutzungsrechtes an einem Reihengrab ist nicht möglich.

Rasengräber

Rasengräber bieten sich beispielsweise an, wenn die Möglichkeit zur Grabpflege nicht gegeben ist. Bei Rasengräbern übernimmt der Friedhof die Pflege der Grabstelle. Eine Bepflanzung sowie Grablaternen oder Steckvasen sind als Grabschmuck nicht zulässig. Die Ruhezeiten entsprechen denen der anderen Grabarten.

In unserer Gegend gibt es zwei Formen von Rasengräbern:

Anonym

Die/der Verstorbene wird an einer anonymen Stelle bestattet, die Teilnahme an der Beisetzung ist nicht möglich. Eine Kennzeichnung der Stelle erfolgt ebenfalls nicht.

Teilanonym

Die Beisetzung in ein teilanonymes Rasengrab erlaubt die Teilnahme. Die Kennzeichnung der Grabstelle erfolgt durch eine kleine eingelassene Steinplatte, die mit Geburts- und Sterbedatum versehen wird.

 

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Die Feuerbestattung

Die Feuerbestattung ist in vielen Kulturen bekannt. Urnengräber kennt man in Mitteleuropa etwa seit der Bronzezeit. Vor der sogenannten Einäscherung kann eine Trauerfeier mit dem Sarg in einer Trauerkapelle oder auf einem Friedhof stattfinden, bei der die Hinterbliebenen gemeinsam mit der Familie und Freunden persönlich Abschied nehmen können.

Die Trauerfeier kann ebenfalls nach der Einäscherung stattfinden. Die Urne wird dann Mittelpunkt des ausgeschmückten Abschieds.

Soll die Asche dann auf dem Friedhof beigesetzt werden, können Sie zwischen den unten stehenden Grabarten wählen:

Grabarten zur Feuerbestattung

Urnenwahlgrab

Ein Urnenwahlgrab ist individuell und wird von den Angehörigen ausgewählt. Je nach Art

können mehrere Beisetzungen in einer Grabstelle vorgenommen werden.

Urnenreihengrab

Ein solches wird vom Friedhof zugeteilt, nur jeweils ein Verstorbener darf dort beigesetzt werden.

Stelen/Kolumbarium/Urnenwand

Die Grabstätte in der Urnenwand ist für eine oder mehrere Urnen möglich und wird durch eine Urnenplatte verschlossen.

Neben den bekannten Beisetzungsmöglichkeiten in einem Grab bzw. einem Kolumbarium (Urnenwand) gibt es weitere Alternativen.

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Seebestattung

Diese Art der Bestattung setzt eine Einäscherung voraus. Angehörige können bei der Beisetzung auf See teilnehmen. Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer wasserlöslichen Urne aus Zellulose, Sand oder Salzstein der See übergeben.

Die Übergabe erfolgt in gesondert ausgewiesenen Gebieten in Nord- oder Ostsee, aber auf Wunsch auch auf allen Weltmeeren. Die Angehörigen erhalten eine Seekarte mit den nautischen Daten des Beisetzungsortes.

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Alternativen

Die Baumbestattung

Die Baumbestattung ist eine relativ neue Bestattungsart. Sie bietet naturverbundenen Menschen eine bislang nicht da gewesene Alternative. Die Asche wird im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Das kann ein eigens dafür neu gepflanzter Baum sein oder auch ein bereits bestehender.

Friedwald und Ruheforst sind Unternehmen, die sich auf die Baumbestattung spezialisiert haben. Der nächste Ruheforst befindet sich in Gartow, ein Friedwald in Bispingen. Mittlerweile bieten auch viele Friedhöfe Baumbestattungen an.

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Diamantbestattung

Die sogenannte Diamantbestattung setzt ebenfalls die Einäscherung des Verstorbenen voraus. Die Entstehungsbedingungen für Edelsteine werden so nachgestellt, dass aus dem in der Asche enthaltenen Kohlenstoff ein einzigartiger Diamant entsteht, der auch als Schmuck getragen werden kann. Diese Bestattungsform bietet damit eine besondere Art der Trauerbewältigung. Die für die Schaffung des Diamanten nicht benötigte Asche kann wie bei der Feuerbestattung beigesetzt werden.

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Anonyme Bestattung oder Verstreuung der Asche

Die anonyme Feuerbestattung setzt eine Einäscherung voraus. Die spätere Beisetzung in einer Urne findet dann auf einem Gemeinschaftsgrabfeld auf einem Friedhof statt. Auch eine Seebestattung kann anonym durchgeführt werden. Den Angehörigen ist es in der Regel nicht möglich, an der Beisetzung teilzunehmen.

Das Grabfeld, auf dem die Beisetzung der Urne vollzogen wird, ist bekannt und wird vom Friedhofsträger gegenüber Anfragenden bekannt gegeben, die genaue Stelle wird jedoch nicht genannt.

Im Ausland kann die Asche auch ausgestreut werden, so zum Beispiel in Luxemburg oder auch in der Schweiz auf einer Almwiese oder in einen Bergbach.

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Die Urne mit nach Hause nehmen

Nach gültigem Bestattungsrecht ist es in Deutschland nicht erlaubt, eine Urne zu Hause aufzubewahren oder dort zu bestatten. Der sogenannte Friedhofszwang verlangt eine Bestattung auf einem ausgewiesenen Friedhof.

Im benachbarten Ausland (z. B. in den Niederlanden) gibt es diese Regelung so nicht. Hier dürfen Angehörige frei entscheiden, an welchem Ort die Asche ihrer Verstorbenen aufbewahrt werden soll. Sobald die Asche allerdings nach Deutschland gebracht wird, muss sie bestattet werden.

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Haben Sie weitere Fragen zu diesen und anderen Möglichkeiten? Keine Scheu - fragen Sie uns!

Tischlerei Bestattungen Schroeter • Dorfstraße 3b • 29574 Ebstorf • Telefon: 05822 - 35 10