MEINE SEHR VEREHRTE LESERIN, MEIN SEHR VEREHRTER LESER,

Sie haben gerade in Ihrer Familie einen Todesfall oder wollen selbst entscheiden, in welchem Rahmen Ihre eigene Beerdigung ablaufen soll? Wissen müssen Sie unbedingt: Bei mir gibt es keine religiösen oder kulturellen Vorgaben. Für mich stehen die trauernden Angehörigen im Mittelpunkt: Sie wollen in würdigem Rahmen Abschied nehmen, Sie wollen getröstet und begleitet werden. Und Sie wollen eine Trauerfeier und eine Zeremonie erleben, an die Sie mit gutem Gewissen auch noch nach Jahren denken können.

Das gewesene Leben der oder des Verstorbenen steht im Mittelpunkt meiner Ansprache. Ich versuche Stationen nachzuzeichnen, auf Höhepunkte einzugehen, Schwerpunkte zu setzen. Für alle Zuhörer ist wichtig, dass sich jeder noch einmal selbst an Begegnungen, an schöne Dinge, an Feiern, an Gespräche, an Freud und Leid erinnern kann. Wichtig ist mir, dass die positiven Dinge eines Lebens überwiegen, dass diese Aspekte gestärkt werden, denn sie bleiben in der Erinnerung besonders haften. Jeder Mensch ist etwas ganz Besonderes, etwas Einmaliges und manchmal wird dies erst beim Tod deutlich.

Mir ist hilfreich zu wissen, dass die oder der Verstorbene uns lediglich vorausgegangen ist, es gibt für mich eine sichtbare und eine unsichtbare Welt. Wenn ich dieses Bild annehme, kann ich auch besser mit Trauer umgehen. Ich kann dann vor allem Dankbarkeit zulassen, dass uns gemeinsame Zeit geschenkt wurde – wie hart der Verlust auch immer real ist. Dankbarkeit, dass wir einander haben duften. Ich weiß, alle Zeit auf dieser Erde ist begrenzt und deshalb bedeutet es für mich, jede Stunde und jeden Tag zu nutzen.

Wichtig ist mir, dass am offenen Grab zum Schluss der Trauerfeier das „Vater Unser“ gesprochen wird. Ein jeder Mensch ist in seinen Entscheidungen in seinem Leben für sich allein verantwortlich. Deshalb gestalte ich jede Trauerfeier auch ganz individuell – von christlicher Tradition mit Bibelversen, Gebeten und Kirchenliedern bis zu rein weltlichen Feiern. Das „Vater Unser“ schließt jedoch die gesamte Trauergesellschaft mit ein und jeder kann für sich ganz allein entscheiden, ob er es mitspricht oder nicht. Für viele bedeutet dies dann auch einen wirklichen Abschluss zu finden.

Da sich über Musik und Geschmack bekanntlich trefflich streiten lässt, entscheiden Sie, ob wir singen oder nur Musik hören – ob Orgel, Schlager, Klassik, Rock oder Pop, ein jeder von uns hat seine eigenen Lieder und genau die sollten dann auch auf der Trauerfeier zu hören sein. Wissen sollten Sie auch, dass ich keine „feste“ Beerdigungszeit habe, ich richte mich da ganz nach Ihren Wünschen.

Ihr
Dietrich Zarft

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